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Wer einmal in Wolfsgruben am Ritten gewesen ist, kann den 500 Jahre alten Plattnerhof nicht übersehen, der mit Stroh und Schindeln gedeckt an der Spitze eines malerischen Hügels thront. 

Eine Besonderheit ist, dass es sich um einen Einhof handelt: Wohn- und Wirtschaftsteil sind unter einem Dach. Diese Form der Höfe verschwand in den Jahren der Pest im 17. Jahrhundert, als die Bauern feststellten, dass sich die Krankheit in Einhöfen schneller verbreitet als in Häusern, wo die Menschen nicht unter einem Dach mit den Tieren leben.

Der Hof hat in seiner Geschichte eine wichtige Rolle gespielt: hier wurde nämlich Gericht gehalten. Zuständiger Gerichtssitz im 15. Jahrhundert war Wangen, weil dieser Ort aber zu weit entfernt war, wurde für Streitigkeiten in der näheren Umgebung in der Stube des Plattnerhofes Recht gesprochen. Davon zeugt das heute noch erhaltene Gerichtszimmer, in das sich der Richter zur Urteilsfindung zurückziehen konnte. Das Kreuztonnengewölbe in diesem Zimmer zeugt von seiner ursprünglichen Wichtigkeit, auch wenn es später als Speisekammer verwendet worden ist.

Bewohnt war der Plattnerhof bis ins Jahr 1976: die beiden Schwestern, die hier wohnten, lebten ohne fließendes Wasser und Strom, sie versorgten sich selbst, lebten so, wie die Bauern in den letzten Jahrhunderten gelebt hatten. Und diesem Umstand verdanken wir, dass hier zahlreiches erhalten geblieben ist, das anderswo durch die neue Zeit einfach verschwunden ist.

Sanierung in den Achtzigern

Als der Plattnerhof in den 80er Jahren von der Bozner Kaufmannsfamilie Gramm übernommen wurde, präsentierte er sich in einem sehr schlechten Zustand. Aber zwischen den Mauern hatte sich die alte Zeit erhalten: Feld- und Küchengeräte, die gesamte Einrichtung und kurioser Kleinkram, wertvolle Dokumente über das Leben der einstigen Besitzer. Die Familie Gramm brachte den Plattnerhof wieder auf Vordermann, stellte den ursprünglichen Zustand wieder her. Interessant am Konzept ist, dass der Einhof, der seit über 500 Jahren eine Doppelfunktion als Wohn- und Wirtschaftsgebäude hatte, auch weiterhin zwei unterschiedliche Teile beinhalten sollte: der Wohnteil, der Flur, die Küche, die Stube und die Kammer wurden in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt und hier kann sich der Besucher ein Bild vom Leben der Bauern in den vergangenen Jahrhunderten machen.

Im Stadel- und Stallteil befindet sich eine Ausstellung über die Geschichte der Imkerei in Südtirol: eine Sammlung von Bienenkörben und Bienenkästen, verschiedenartige Honigschleudern und Honigpressen, Wissenswertes über den Honig und vor allem über die Bienen.

Im großzügig angelegten Freigelände ist diese interessante und stimmige Zweiteilung weiter durchgezogen: da gibt es einen liebevoll gepflegten Bauerngarten und einen Buchweizenacker, aber auch einen interessanten Bienenlehrpfad, der interessierten Besuchern die wichtigsten Informationen zu den Bienen gibt und die Welt aus Sicht der Biene erklärt. Das Museum ist täglich geöffnet von Ostern bis Ende Oktober von 10.00 bis 18.00 Uhr. Voranmeldung für Gruppen ist erwünscht.

INFO:
Imkerei – Museum Plattner Bienenhof
Wolfsgruben 15 | 39054 Oberbozen
Tel. 0471 345 350 | Fax 0471 345 350
info.plattner@gramm-spa.it | www.museo-plattner.com